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NATURGARTEN · DESiGN · LEBENSKUNSt
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Ein gepflegter Naturgarten

Autorin: Julia Zopf

Lesedauer: 3 Minuten

Du bist viel beschäftigt oder möchtest auf Urlaub fahren und deinen Garten gerne auch einmal alleine gut auskommen lassen? Du bist mit Familie oder Freunden unterwegs und willst – wenn du wieder zuhause bist – euer privates Naturgarten-Paradies einfach genießen, ohne dich davor stundenlang abmühen zu müssen?

Ein Naturgarten mit der richtigen Pflege macht es möglich! Er ist lebendig, geduldig und flexibel. Sinnvolle Pflegearbeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort sind aber dennoch sehr wichtig. Investierst Du entsprechend Zuwendung und Herzblut, wirst Du durch deinen Garten tausendfach beschenkt sein – Du wirst staunen. Wie das geht, erfährst du in diesem Blog-Artikel.

Los geht’s!

Neben der Ästhetik und dem Erholungswert hat die Bewahrung der Artenvielfalt große Relevanz im Naturgarten. Dies bedeutet, dass möglichst viele unterschiedliche Habitate und Biotope für Tiere und Pflanzen geschaffen werden sollten. 

Die Erhaltung natürlicher Lebensräume heißt auch, die Natur mehr „selber machen“ zu lassen, als es in konventionellen Gärten der Fall ist. Die Pflege ist daher – je nach angelegten Pflanzungen – relativ arbeitsextensiv. Während Obst- und Gemüsekulturen naturgemäß mehr Aufmerksamkeit benötigen, kann die Pflege naturnaher Gartengestaltung mit ausgewählten, angepassten Zierstauden und -gehölzen bzw. mit standortgerechten Wildpflanzen nach anfänglicher intensiverer Anwuchspflege (wässern, jäten usw.) sehr effizient gestaltet werden. Für eine attraktive Naturgartengestaltung sowie die Selbstversorgung mit eigenen Lebensmitteln und dabei wunderbar pflegeleicht und erfolgsversprechend ist beispielsweise auch der Anbau von mehrjährigen Nutzkräutern.

Ein für uns sehr inspirierender niederländischer Landschaftsgärtner, Gartendesigner und -philosoph sowie international renommierter Gestalter von naturnahen Gärten und Freiräumen namens Henk Gerritsen hat folgende praxisnahe Prinzipien für die Pflege naturhafter Pflanzungen formuliert, welche wir im Wesentlichen folgendermaßen für euch zusammengefasst haben:

  • KEIN GIFT IM NATURGARTEN (Das bedeutet insbesondere Verzicht auf synthetische Pflanzenschutz- und Düngemitteln). Besser sollte man sich auf die lebendige Dynamik einlassen und die natürlichen Prozesse begleiten, anstatt zwanghaft versuchen, stets alles unter Kontrolle zu halten.
  • Für eine gute Mischung von öfter gemähten Rasen- oder seltener gemähten Wiesenflächen sorgen
  • Störende und aggressive (Wurzel-)Unkräuter am Besten einzeln ausstechen oder – damit es schneller geht – einfach abschneiden bzw. ausreißen und so deren Wuchsleistung reduzieren: das sogenannte „Gärtnern wie eine Kuh“. Bei Bedarf ist für diese Arbeit je nach Jahreszeit etwa einmal monatlich völlig ausreichend. Natürlich mit Ausnahme von Flächen mit zarten Pflanzen oder Neupflanzungen, hier sind unerwünschte Pflanzen des öfteren gründlich und gezielt mechanisch zu entfernen.
  • Den Boden so wenig wie möglich stören: Besser mit einer natürlichen Mulchschicht (Grasschnitt, Heu, Stroh, Häckselgut, Gartenfaser o.ä.) bedecken bzw. fachgerecht so bepflanzen, dass die gewünschten Pflanzen den Boden möglichst gut und flächig bedecken. Das oftmalige Umgraben fördert den Unkrautwuchs!
  • Sparsamkeit mit Wasser: auch hier ist eine gesunde Mulchschicht ein wertvoller Alleskönner. Dabei sollte man schon vorab entsprechend standortgerechte Pflanzen auswählen, die auch gut mit möglicher Trockenheit zurecht kommen.
  • Regelmäßiger Heckenschnitt (außerhalb der Brutzeit von Vögeln), dafür sollten aber die Pflanzbeete etwas „wilder“ – also in ihrer natürlichen Dynamik – erscheinen
  • Nicht jammern! 😉 Eine gewisse Gelassenheit und beobachtende Haltung tut Deinem Naturgarten gut. Und natürlich auch Dir selbst sowie den Tieren und Pflanzen, die sich darin tummeln und gedeihen sowie fruchtbar entwickeln können.

Allgemein sei gesagt, dass die durch die saisonalen Pflegearbeiten (wie z.B. Laubrechen im Herbst, erforderlicher Rückschnitt etc.) angefallenen Pflanzenreste (Laub, Äste usw.) im Garten bleiben sollten: das Laub als Dünger unter die Hecke oder als Unterschlupf für Tiere, der Grünschnitt auf den Kompost, abgestorbenes Holz auf den Totholzhaufen. Zum Totholzhaufen und den anderen Gestaltungselementen im Naturgarten findet ihr in unserem Blog bald extra Info & Inspiration… So viel sei aber schon jetzt gesagt: Flora & Fauna werden sich freuen!

Du brauchst Beratung oder Unterstützung? Du bist dir unsicher, weißt nicht genau, welche Pflanzen und Tiere eigentlich deinen Garten bewohnen oder möchtest eine natürlich-lebendige Vielfalt in deinen Garten bringen? Melde dich gerne bei uns, wir geben unser Bestes, für deine Anliegen hilfreich zu sein und dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – für mehr Freude und natürlichen Gartengenuss!

Autorin: Julia Zopf

Lektorat: Martin Konrad Zopf

Foto: NATUR · GARTEN · FREISiNN OG